Allgemeine Hinweise

Die Deutschen Auslandsvertretungenin Japan empfehlen nachdrücklich allen deutschen Staatsangehörigen und deren Familienangehörigen, die sich in Japan aufhalten, sich in die Deutschenliste einzutragen. 

Dies gilt besonders, wenn sie einen längeren Aufenthalt planen. 

Für weitere Informationen zur Deutschenliste und die anschließende Registrierung klicken Sie bitte hier.

Die Deutschen Auslandsvertretungen in Japan stehen Ihnen per E-Mail für Auskünfte zur Verfügung.

Deutsche Medien werden gebeten, ihre Anfragen direkt an das Pressereferat des Auswärtigen Amts zu richten.

Reisehinweise

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der von der japanischen Regierung ausgewiesenen roten Zone um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung). Von nicht notwendigen kurzen Reisen und allen langfristigen Reisen in die gelbe und grüne Zone wird abgeraten.

Aus radiologischer Sicht ist ein Aufenthalt, außer in den evakuierten Gebieten, in ganz Japan unbedenklich.

Bei den evakuierten Gebieten handelt es sich um

- den von der japanischen Regierung festgelegten 20-km-Umkreis um das Kernkraftwerk sowie

- das gesamte Gebiet der außerhalb dieses Umkreises gelegenen Ortschaft von Iitate sowie um Teile der Ortschaften von Katsurao, Minamisōma und Kawamata. 

http://www.meti.go.jp/english/earthquake/nuclear/roadmap/pdf/20130807_01.pdf

Die japanische Regierung hat die evakuierten Gebiete in drei Zonen unterteilt (Grüne Zone – Gelbe Zone – Rote Zone): http://www.meti.go.jp/earthquake/nuclear/pdf/131009/131009_02a.pdf

In den Zonen gibt es jeweils eine Begrenzung der gestatteten Aktivitäten und eine Festlegung der Vorsorgemaßnahmen, die beim Betreten der Zonen beachten werden müssen. Die Rote Zone ist weiterhin gesperrtes Gebiet.

Notwendige Reisen in die evakuierten Gebiete sollten erst nach Kontakt mit den zuständigen regionalen Behörden erfolgen. Da es sich um evakuierte Gebiete handelt, wird weiterhin vorsorglich von einem längerfristigen Aufenthalt in diesen Gebieten abgeraten.

Weil eine Veränderung der radiologischen Situation am AKW Fukushima I zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen ist, wird empfohlen die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der japanischen Behörden sollten unbedingt befolgt werden.

Lebensmittel

Die japanische Regierung lässt in allen Präfekturen regelmäßig Stichproben an den dort erzeugten Lebensmitteln durchführen, insbesondere in den Gebieten, die vom radioaktiven Niederschlag im März 2011 betroffen waren. 

Seit dem 1. April 2012 wurden die seit der Havarie des Kernkraftwerks von Fukushima vorläufig angewandten Vorsorge-Grenzwerte für Radionuklide durch neue, nochmals reduzierte Vorsorge-Grenzwerte ersetzt, die nun unbegrenzt gelten sollen. Produkte, die diese Werte überschreiten, dürfen in Japan nicht in Verkehr gebracht werden. 

Diese festgesetzten Grenzwerte sind strenger als von der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations; Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) oder WHO (World Health Organization; Weltgesundheitsorganisation) empfohlen.

Weitere Informationen zur Lebensmittelsicherheit finden Sie hier.

Schäden am Kernkraftwerk Fukushima I

Am 11. März 2011 gegen 14.46 Uhr Ortszeit (06.46 Uhr MEZ) ereignete sich im Nordosten Japans ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo ein schweres Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala. 

In der Folge traf ein Tsunami weite Teile der Nordostküste Japans, verursachte schwere Schäden und forderte zahlreiche Opfer.

Einen Überblick über die Schäden am Kernkraftwerk Fukushima I erhalten Sie hier.

Ergänzende Hinweise

Falls Sie gezielte Fragen zu möglichen gesundheitlichen Folgen im Zusammenhang mit den Vorfällen im Kernkraftwerk Fukushima I haben, steht Ihnen das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) per Telefon unter der Rufnummer +49-30-18 333-0 von 9.00 Uhr - 15.00 Uhr (MEZ) sowie per E-Mail zur Verfügung. 

Weitergehende Informationen können auf den folgenden Webseiten abgerufen werden:

Auswärtiges Amt

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionsicherheit

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Deutscher Wetterdienst

Internationale Atomenergiebehörde IAEA (englische Seite)

Aktuellen Informationen zu den Leckagen und zur neuen Strategie der Japanischen Regierung (englische Seite)

Die Stadt Tokyo stellt die Ergebnisse ihrer Strahlungsmessungen für Luft, Leitungswasser und Niederschlag online zur Verfügung. (englische Seite)

Häufig gestellte Fragen zu den Folgen der Havarie im Kernkraftwerk Fukushima I

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Folgen der Havarie im Kernkraftwerk Fukushima I.

Häufig gestellte Fragen

Deutschenliste und Krisenvorsorge

Alle Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk der deutschen Auslandsvertretungen in Japan aufhalten, können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden.

Anmeldung zur Deutschenliste

Sicher reisen - mit der App des Auswärtigen Amts

Reise-App des Auswärtigen Amts

Die App des Auswärtigen Amts. Der Name ist Programm. Das Auswärtige Amt hat für Sie die nötigen Informationen für eine sichere und möglichst reibungslose Auslandsreise in einer Anwendung zusammengefasst.

Sicher reisen - Ihre Reise-App

Erdbeben- und Krisenvorsorge

Hubschraubereinsatz

Wie verhalte ich mich im Fall eines Erdbebens oder einer anderen Naturkatastrophe in Japan? Hier finden Sie gesammelte Informationen deutscher und japanischer Stellen dazu.

Erdbeben- und Krisenvorsorge

Reise und Aufenthalt in Japan

Tokyo Skytree

Hier finden Sie Informationen rund um Reisen nach und den Aufenthalt in Japan.

Reise und Aufenthalt in Japan

Der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission zu Fukushima I

Prof. Dr. Rolf Michel von der Leibniz-Universität Hannover, Vorsitzender der Deutschen Strahlenschutzkommission und Berater der Deutschen Botschaft in Tokyo, zum Thema "Folgen der Havarie im Kernkraftwerk Fukushima I"

Der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission zu Fukushima I

Hintergrundinformation zu Tritium

Aufgrund Anfragen deutscher Bürger zum Thema Tritium stellt die Deutsche Botschaft folgende Hintergrundinformation des Bundesumweltministeriums auf der Homepage bereit.

Informationen zur Entstehung, zum Auftreten und zu möglichen Wirkungen von Tritium (30.08.2013) [pdf, 18.45k]

Begriffserklärung

Hier finden Sie ein Merkblatt von Prof. Dr. Joachim Breckow, Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz der Technischen Hochschule Mittelhessen, mit Erklärungen zu Begriffen wie "Becquerel" und "Mikrosievert".

Merkblatt der Technischen Hochschule Mittelhessen [pdf, 589.5k]

Kurz-Information: Radioaktivität und ionisierende Strahlung

Hier finden Sie die Präsentation zum Vortrag, den Dr. Horst Miska am 10.09.2011 an der Deutschen Schule Tokyo Yokohama gehalten hat.

Vortrag vom 10. September zum Download [pdf, 1,214.23k]
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